Hören Sie auf, Ihr Behandlungszimmer zu filmen

Matteo Vidua, Social Media für Zahnarztpraxen

Matteo Vidua, Praxismarketing aus Köln, selbst jeden Donnerstag in einer KFO-Praxis. Lesezeit 5 Minuten. Veröffentlicht am 28.9.2026.

Weil sich Patienten für Menschen entscheiden, nicht für ein Behandlungszimmer. Ein schöner Raum zeigt, dass Sie gut ausgestattet sind, aber erst ein Gesicht zeigt, wer sich um das Kind kümmert.

Der Raum sieht überall gleich aus

Ich sehe es in fast jedem Praxisprofil: der neue Behandlungsstuhl, das helle Wartezimmer, die Technik, auf die man zu Recht stolz ist. Das ist verständlich. Aber für eine Familie, die zum ersten Mal auf Ihr Profil schaut, sieht ein Behandlungszimmer aus wie jedes andere. Weiß, sauber, modern. Es gibt ihr keinen Grund, genau zu Ihnen zu kommen.

Was sie wirklich wissen will, ist etwas anderes: Wer behandelt mein Kind? Ist das jemand, bei dem sich mein Kind wohlfühlt? Wie reden die in der Praxis mit uns?

Gesichter schlagen Räume

Ein kurzes Video, in dem eine ZFA erklärt, wie der erste Termin abläuft, erzählt mehr als zehn Fotos von Räumen. Man sieht, wie sie spricht, wie sie lacht, wie ruhig oder herzlich sie ist. Genau dieser Eindruck bleibt hängen.

Deshalb sage ich Praxen: Sie müssen sich selbst zeigen. Nicht perfekt, nicht gestellt, sondern so, wie Sie sind. Die Videos müssen nicht perfekt sein. Es geht darum, den Patienten zu zeigen, wer sie überhaupt behandelt.

Der Praxisinhaber gehört auch vor die Kamera

Für neue Patienten und für den Ruf als Experte ist Instagram der richtige Ort. Dort gehört auch der Praxisinhaber selbst vor die Kamera, zumindest ab und zu. Ein Beitrag im Monat mit dem Behandler wirkt mehr als zehn ohne. Kurze Antworten auf die Fragen, die Patienten wirklich stellen, keine Vorträge und keine Fachsprache.

Das Team darf und soll natürlich auch zu sehen sein. Gerade für die Suche nach neuen Mitarbeitern zeigen Videos aus dem Team, wie es in der Praxis zugeht. Das funktioniert auf TikTok oft noch besser, dort auch gern mit Humor.

Was, wenn sich niemand traut

Verständlich. Nicht jeder steht gern vor einer Kamera. Aber es gibt Formate, die niemandem wehtun. Eine Hand, die zeigt, wie man eine Spange richtig reinigt. Eine Stimme aus dem Off, die eine Frage beantwortet. Ein kurzer Blick hinter den Empfang. Man muss nicht sofort einen langen Monolog in die Kamera sprechen.

Wenn im Team niemand regelmäßig filmen kann, komme ich zum Drehtag in die Praxis, mit einem professionellen Kameramann. An einem Tag entsteht so viel Material, dass es in der Regel für vier bis sechs Monate reicht. Die Aufregung ist meist nach den ersten zehn Minuten vorbei.

Wie Sie anfangen

Sie müssen nicht Ihr ganzes Profil umbauen. Fangen Sie mit einer einzigen Sache an: Ersetzen Sie den nächsten geplanten Raum-Beitrag durch einen kurzen Clip mit einem Menschen aus Ihrer Praxis. Schauen Sie dann, wie die Reaktionen im Vergleich aussehen.

Und wenn Sie denken, dafür fehlt Ihnen die Technik: Ein Handy reicht. Regelmäßig schlägt perfekt.

Matteo Vidua, Social Media für Zahnarztpraxen

Matteo Vidua, arbeitet jede Woche selbst in einer KFO-Praxis und betreut Zahnarzt- und KFO-Praxen auf Instagram.

Der einfachste erste Schritt

Nehmen Sie sich diese Woche einen einzigen Clip vor, in dem ein Mensch aus Ihrem Team zehn Sekunden lang eine Frage beantwortet, die Patienten am Telefon oft stellen.

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Häufige Fragen

Nicht bei jedem Beitrag. Aber für Expertenstatus und neue Patienten hilft es sehr, wenn der Behandler regelmäßig zu sehen ist, zum Beispiel einmal im Monat.

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Nächster Schritt

Wie wollen Sie anfangen?

Am schnellsten geht es im Gespräch. Danach wissen Sie, womit ich bei Ihrer Praxis anfangen würde, egal ob wir danach zusammenarbeiten.

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