Wie viel Zeit kostet Social Media die Praxis pro Woche?

Matteo Vidua, Praxismarketing aus Köln, selbst jeden Donnerstag in einer KFO-Praxis. Lesezeit 6 Minuten. Veröffentlicht am 30.10.2026.
Mit Betreuung weniger, als viele denken: fünfzehn bis zwanzig Minuten pro Woche für eine Person im Team, dazu einmal im Monat etwa zehn Minuten von Ihnen. Wer alles selbst macht, braucht deutlich mehr, und zwar jede Woche. Hier steht, wohin die Zeit geht und was Sie abgeben können.
Wohin geht bei Social Media eigentlich die Zeit?
Ein Reel sieht nach wenig Arbeit aus. Dahinter stecken aber viele kleine Schritte:
- Ein Thema finden, das zur Praxis und zur Jahreszeit passt.
- Überlegen, was gesagt und gezeigt wird.
- Filmen, mit gutem Licht und verständlichem Ton.
- Schneiden, mit Untertiteln, Musik und einem Einstieg, der hält.
- Den Text schreiben, die Caption, die Hashtags.
- Hochladen, zur richtigen Zeit.
- Stories, Kommentare und Nachrichten im Blick behalten.
- Einmal im Monat schauen, was lief und was nicht.
Nur einer dieser Schritte muss in der Praxis passieren: das Filmen. Alles andere geht auch von außen. Genau darauf bauen die zwei Wege auf, mit denen ich arbeite.
Wie viel Zeit braucht der Remote-Service?
Beim Remote-Service gibt es in Ihrem Team eine Ansprechpartnerin. Gut passt eine ZFA, die Social Media privat nutzt und weiß, was gut ankommt. Sie bekommt von mir jede Woche eine kurze Liste mit Clips, die sie mit dem Handy filmt, ohne Schnitt. Das dauert fünfzehn bis zwanzig Minuten pro Woche.
Von Ihnen als Inhaber brauche ich einmal im Monat etwa zehn Minuten Rückmeldung. Was lief gut, was steht an, gibt es eine neue Behandlung, eine freie Stelle, einen Urlaub, den Patienten kennen sollten. Dazu sehen Sie jeden Beitrag, bevor er online geht. Das ist ein Blick aufs Handy, kein eigener Arbeitsschritt.
Damit das über Monate hält, braucht es drei Dinge. Die spreche ich vorher offen an:
- Eine feste Person. Nicht "wer gerade Zeit hat", sondern jemand, der sich zuständig fühlt.
- Eine feste Zeit im Wochenplan. Fünfzehn bis zwanzig Minuten, die genauso im Plan stehen wie jede andere Aufgabe.
- Rückmeldung vom Chef, wenn etwas gut lief. Wer merkt, dass seine Arbeit gesehen wird, bleibt dran.
Am Anfang bekommt die Person von mir eine Grundanleitung, worauf sie beim Filmen achten soll: Licht, Ton, Haltung und wie sie mit der Liste arbeitet. Danach läuft es nebenbei.
Wie viel Zeit braucht der Full-Service?
Beim Full-Service filmt niemand aus Ihrem Team. Ich komme mit einem professionellen Kameramann zum Drehtag in Ihre Praxis. Ein Drehtag dauert bis zu acht Stunden und ergibt in der Regel Material für vier bis sechs Monate.
Ihre Praxis gibt dafür so viel Zeit, wie sie hat. Gedreht wird zwischen den Terminen, in Räumen, die gerade frei sind. Der Praxisbetrieb läuft weiter. Wer vor die Kamera kommt, redet so, wie er es im Beratungsgespräch auch tun würde. Alle anderen arbeiten einfach weiter.
Zwischen den Drehtagen läuft die Betreuung wie beim Remote-Service, nur dass niemand filmen muss. Es bleibt der Blick auf die Beiträge, bevor sie online gehen, und Ihre Rückmeldung, damit ich weiß, was in der Praxis gerade wichtig ist. Wie oft Sie einen Drehtag wollen, entscheiden Sie.
Was muss die Praxis nie selbst machen?
In beiden Wegen bleibt die Arbeit nach dem Filmen bei mir. Diese Aufgaben liegen nie bei Ihrer Praxis:
- Einen Themenplan schreiben.
- Skripte oder eine Anleitung fürs Filmen erstellen.
- Schneiden, untertiteln oder Musik suchen.
- Texte und Captions schreiben.
- Beiträge veröffentlichen. Ich poste drei bis vier pro Woche, dazu Stories jede Woche.
- Das Profil pflegen, also Bio, Highlights und Link.
- Die Zahlen auswerten. Das mache ich jeden Monat.
Zwei Dinge bleiben bei Ihnen, und das ist auch richtig so. Erstens die Einwilligungen: Wer im Bild ist, muss vorher schriftlich zugestimmt haben. Die Vorlage dafür bringe ich mit. Zweitens die Freigabe, weil es Ihr Profil und Ihre Praxis ist.
Was kostet es, wenn eine ZFA alles allein macht?
Dann landen alle Schritte von oben bei einer Person, die eigentlich am Stuhl oder am Empfang gebraucht wird. Filmen ist dabei der kleine Teil. Schnitt, Texte, Hochladen, Stories und Kommentare kosten die eigentliche Zeit, und zwar jede Woche wieder.
Eine Stundenzahl, die für jede Praxis stimmt, gibt es nicht. Sie hängt davon ab, wie viele Beiträge entstehen und wie geübt die Person ist. Deshalb rechnen Sie es für Ihre Praxis selbst aus:
- Stunden pro Woche, die die Person an Social Media sitzt, zwei Wochen lang mitgeschrieben.
- Mal das, was Sie eine Arbeitsstunde kostet, also Gehalt plus Arbeitgeberanteile.
- Mal vier, dann haben Sie den Betrag pro Monat.
Das ist aber nur die sichtbare Rechnung. Dazu kommen Kosten, die auf keinem Zettel stehen. Die Zeit fehlt in der Behandlung oder am Telefon. Wenn es voll wird, fällt Social Media als Erstes weg. Schneiden und Texten wandern in den Feierabend, und das hält kaum jemand über Monate durch. Und wenn die ZFA wechselt oder in Elternzeit geht, steht das Profil still.
Ich arbeite selbst einen Tag pro Woche in einer KFO-Praxis in Köln. Ich weiß, wie schnell ein Praxistag voll ist. Deshalb plane ich für das Team mit Minuten, nicht mit Stunden.
Welcher Weg passt zu Ihrer Praxis?
Der Remote-Service passt, wenn es im Team eine Person gibt, die das gern macht, und Sie ihr feste fünfzehn bis zwanzig Minuten pro Woche freihalten. Er ist der günstige und dauerhafte Weg, und die Videos sehen aus wie Ihre Praxis, weil sie aus Ihrer Praxis kommen.
Der Full-Service passt, wenn bei Ihnen niemand regelmäßig filmen kann oder will. Dann bündeln Sie die Zeit auf einen Tag, und dazwischen muss niemand filmen.
Beides lässt sich auch verbinden. Wenn die Person im Team ausfällt, schiebe ich einen Drehtag dazwischen, und das Profil läuft weiter.

Matteo Vidua, arbeitet jede Woche selbst in einer KFO-Praxis und betreut Zahnarzt- und KFO-Praxen auf Instagram.
Passt dazu
Der einfachste erste Schritt
Schreiben Sie zwei Wochen lang mit, wer in Ihrer Praxis wie lange an Social Media arbeitet. Dann wissen Sie, wie viel Zeit Sie heute schon investieren und wie viel davon Sie abgeben könnten.

Kostenloser Guide, 23 Seiten
Erfolgreich auf Instagram.
Wie Ihre Praxis auf Instagram erfolgreich wird. Für Zahnarzt- und KFO-Praxen.
Was drin stehtWollen Sie wissen, was bei Ihrer Praxis zuerst dran wäre?
Häufige Fragen
Nein. Einmal im Monat etwa zehn Minuten Rückmeldung, und Sie sehen jeden Beitrag, bevor er online geht. Vor die Kamera müssen Sie nicht, es hilft aber, wenn Sie ab und zu dabei sind.
Social Media für Ihre Praxis: die zwei Wege, Remote-Service oder Full-Service
Nächster Schritt
Wie wollen Sie anfangen?
Am schnellsten geht es im Gespräch. Danach wissen Sie, womit ich bei Ihrer Praxis anfangen würde, egal ob wir danach zusammenarbeiten.
