Was kostet Social-Media-Betreuung für eine Zahnarztpraxis?

Matteo Vidua, Praxismarketing aus Köln, selbst jeden Donnerstag in einer KFO-Praxis. Lesezeit 6 Minuten. Veröffentlicht am 13.10.2026, aktualisiert am 30.10.2026.
Bei Agenturen liegt Social-Media-Betreuung für eine Zahnarztpraxis meist zwischen 500 und 2.500 Euro im Monat. Einzelanbieter liegen in der Regel darunter. Wo genau ein Angebot landet, hängt weniger vom Namen des Anbieters ab als davon, was im Paket steckt.
Was kostet Social-Media-Betreuung im Markt?
Die Spanne von 500 bis 2.500 Euro im Monat ist groß, und das hat einen Grund. Hinter dem gleichen Wort "Betreuung" stecken sehr unterschiedliche Leistungen. Am unteren Ende kann das heißen, dass die Praxis alles selbst filmt und dafür Schnitt und Upload bekommt. Am oberen Ende können Planung, Videos, Stories und Kommentare dabei sein.
Größere Agenturen liegen auch darüber. Im Magazin Business Punk nennt der Chef einer Social-Media-Agentur für ein Basispaket mit einer Plattform und acht bis zwölf Beiträgen im Monat 2.000 bis 4.000 Euro. Das ist kein Preis für Zahnarztpraxen im Besonderen, zeigt aber, wo größere Agenturen kalkulieren.
In fast jedem Erstgespräch höre ich denselben Satz: Die Praxis hat schon 3.000 bis 5.000 Euro im Monat an eine Agentur gezahlt, und es kam nichts dabei heraus. Fast immer liegt es nicht an der Agentur, sondern an der Arbeitsweise. Zwischen den Drehs kommen nur Grafiken statt Videos. Content, der nicht aus der Praxis kommt, sieht aus wie Werbung. Und Werbung wird weggewischt.
Aus welchen drei Teilen besteht jedes Angebot?
Egal, wer es macht: Social Media für eine Praxis besteht immer aus drei Teilen.
- Material. Jemand muss filmen. Entweder Ihr Team mit dem Handy oder ein Kameramann an einem Drehtag. Das ist der Teil, der nur in der Praxis entstehen kann.
- Verarbeitung. Schnitt, Untertitel, Texte, Hashtags, Planung, Veröffentlichung, Stories, Kommentare. Das ist der Teil, der richtig Zeit kostet.
- Reichweite. Sie entsteht über regelmäßige Beiträge.
Wer Angebote vergleicht, sollte fragen, welche der drei Teile enthalten sind. Ein günstiges Paket, in dem die Praxis alles selbst filmen und freigeben muss, ist etwas anderes als ein teureres mit Drehtag.
Was bestimmt den Preis?
Wenn Sie zwei Angebote nebeneinanderlegen, schauen Sie auf diese Punkte. Sie erklären fast jeden Unterschied.
- Die Zahl der Videos im Monat. Jedes Video braucht Planung, Schnitt, Untertitel und einen Text. Mehr Videos heißt mehr Arbeit und einen höheren Preis.
- Wer filmt. Wenn Ihr Team nach einer Liste mit dem Handy filmt, bleibt der Preis niedriger. Wenn ein Kameramann kommt, zahlen Sie den Drehtag mit.
- Wie oft gedreht wird. Ein Drehtag im Jahr ist etwas anderes als einer alle paar Monate. Fragen Sie, ob Drehtage im Monatspreis stecken oder extra berechnet werden.
- Wie viele Plattformen. Instagram allein oder dazu TikTok und Facebook. Das Material kann dasselbe sein, aber jede Plattform braucht eigene Texte und eigene Pflege.
- Stories, Kommentare und Nachrichten. Das ist laufende Arbeit, jeden Tag ein bisschen. Fragen Sie, ob sie im Paket steckt oder bei Ihnen bleibt.
- Werbebudget. Wenn Anzeigen geschaltet werden, kommt das Budget dafür obendrauf. Dazu kann ein eigenes Honorar für die Betreuung der Anzeigen kommen.
- Laufzeit und Einrichtung. Fragen Sie, wie lange der Vertrag läuft, wie Sie kündigen und ob der Start extra kostet.
Erst wenn diese Punkte klar sind, können Sie zwei Preise wirklich vergleichen.
Was kostet es, Social Media selbst zu machen?
Selber machen ist nicht kostenlos. Es kostet Zeit, und zwar die Zeit einer Person, die eigentlich für Patienten da ist. Für jedes Reel braucht es eine Idee, den Dreh, den Schnitt mit Untertiteln, einen Text und das Hochladen. Dazu kommen Stories, Kommentare und Nachrichten. Bei drei bis vier Beiträgen pro Woche, wie ich sie für Praxen plane, ist das eine feste Aufgabe und keine Nebensache.
Wie viele Stunden das in Ihrer Praxis sind, finden Sie schnell heraus. Lassen Sie die zuständige Person zwei Wochen lang aufschreiben, wie lange sie an Social Media sitzt. Multiplizieren Sie das mit dem, was Sie eine Arbeitsstunde kostet, also Gehalt plus Arbeitgeberanteile. Das ist der Preis, den Sie heute schon zahlen. Er steht nur auf keiner Rechnung.
Dazu kommen kleine Anschaffungen: ein Ansteckmikrofon, ein Stativ, vielleicht ein Abo für ein Schnittprogramm. Das ist der kleinere Posten.
Das eigentliche Problem ist aber nicht die Zeit, sondern die Regelmäßigkeit. Social Media funktioniert nur, wenn es durchläuft. Und genau das hält kaum jemand neben dem Praxisalltag durch. Das Profil schläft ein, und das Geld für den ersten Anlauf ist weg.
Wie kommen Sie bei mir zu Ihrem Preis?
Bei mir gibt es keine Pakete mit Fantasienamen. Der Preis setzt sich aus zwei Dingen zusammen:
- Wie viele Videos entstehen im Monat? Mehr Videos, mehr Schnitt, mehr Preis. Das macht den Unterschied.
- Wer filmt? Wenn eine Person aus Ihrem Team fünfzehn bis zwanzig Minuten pro Woche nach meiner Liste filmt, ist das der günstige Weg. Wenn niemand filmen kann, komme ich mit einem professionellen Kameramann zum Drehtag. Der bringt in der Regel Material für vier bis sechs Monate.
In jeder Betreuung sind Stories jede Woche, Kommentare im Blick, Community Management und die direkte Erreichbarkeit per WhatsApp enthalten. Welche Spanne für Ihre Praxis gilt, zeigt Ihnen der Social-Media-Check. Sie beantworten ein paar Fragen zu Ihrer Praxis und bekommen eine Empfehlung mit Preisspanne.
Wann rechnet sich das?
Die ehrliche Antwort: nicht im ersten Monat. Monat eins ist Aufbau, Monat zwei ist Rhythmus, ab Monat drei sieht man Zahlen. Deshalb läuft eine Betreuung bei mir mindestens vier Monate, danach monatlich mit einem Monat Frist. So haben Sie belastbare Zahlen, bevor Sie entscheiden.
Ob es sich rechnet, hängt davon ab, was eine Praxis mit einem neuen Patienten oder einer besetzten Stelle verdient. Stellen Sie dem Monatspreis gegenüber, was eine Aligner-Behandlung oder eine ZFA-Stelle, die schneller besetzt ist, für Ihre Praxis wert ist. Rechnen Sie das für Ihre Praxis einmal durch, bevor Sie ein Angebot vergleichen.

Matteo Vidua, arbeitet jede Woche selbst in einer KFO-Praxis und betreut Zahnarzt- und KFO-Praxen auf Instagram.
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Rechnen Sie einmal ehrlich aus, was eine Stunde Ihrer ZFA kostet, und multiplizieren Sie das mit den Stunden, die sie im letzten Monat an Instagram saß. Das ist Ihr heutiger Preis.

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Was drin stehtWollen Sie wissen, was bei Ihrer Praxis zuerst dran wäre?
Häufige Fragen
Bei Agenturen meist 500 bis 2.500 Euro, Einzelanbieter liegen darunter. Für Ihre Praxis zeigt Ihnen der Social-Media-Check eine Spanne, passend dazu, wer bei Ihnen filmt.
Nächster Schritt
Wie wollen Sie anfangen?
Am schnellsten geht es im Gespräch. Danach wissen Sie, womit ich bei Ihrer Praxis anfangen würde, egal ob wir danach zusammenarbeiten.
