Matteo Vidua erklärt, wie eine Praxis Social Media aufbaut, Foto mit KI bearbeitet

Foto mit KI bearbeitet

So geht's

So baut eine Praxis Social Media auf.

Wie Social Media für Zahnarzt- und KFO-Praxen funktioniert: warum es sich lohnt, welche Plattform, welche Formate, was erlaubt ist.

Mit kurzen Antworten und dem, was ich Praxen jede Woche erkläre.

Stand: November 2026. Ich halte die Seite aktuell, wenn sich die Plattformen ändern.

01 · Warum überhaupt

Warum braucht eine Praxis überhaupt Social Media?

Die kurze Antwort

Weil Patienten heute nachschauen, bevor sie anrufen.

Warum ist das so?

Google-Bewertungen zeigen, ob eine Praxis gut ist. Instagram zeigt, wie sie ist: wer behandelt, wie es dort zugeht, ob man sich wohlfühlen würde.

Wer dort nicht vorkommt, wird nicht verglichen. Er wird übersprungen.

Was heißt das für Sie?

  • Ein Profil, das zeigt, wer behandelt
  • Gesichter statt leerer Räume
  • Antworten auf die Fragen vor dem ersten Termin
  • Regelmäßig, damit niemand fragt, ob es Sie noch gibt
Ausführlich: Lohnt sich Instagram für Zahnärzte?

Wer abends auf Instagram schaut

  • Die Mutter, deren Kind vielleicht eine Spange braucht.

  • Der Teenager, der endlich gerade Zähne will.

  • Die junge Erwachsene, die über eine Zahnkorrektur nachdenkt.

Alle sehen Ihre Videos, lange bevor sie einen Termin brauchen. Und wenn es so weit ist, denken sie:

„Den hab ich schon mal gesehen. Der ist bei mir in der Nähe.“

02 · Instagram oder TikTok

Instagram oder TikTok: meistens Instagram.

Instagram mit Facebook

Für fast jede Praxis

  • Neue Patienten aus Ihrer Umgebung finden Sie
  • Sie werden als Experte wahrgenommen
  • Der Praxisinhaber gehört ab und zu vor die Kamera, das Team gern auch
  • Facebook läuft mit, ohne Mehraufwand für Sie

TikTok

Nur unter zwei Bedingungen

  1. 1Sie haben kein Problem damit, vor der Kamera zu stehen.
  2. 2Ihr Ziel ist vor allem, Mitarbeiter zu gewinnen.

Dann zeigt TikTok Bewerbern, wie es bei Ihnen zugeht. Viele Aufrufe, auch über die Region hinaus. Das Team macht die Videos, locker und gern mit Humor.

Trifft eins davon nicht zu, ist Instagram am sinnvollsten.

03 · Formate

Es braucht Formate, einen Plan und eine Strategie.

Expertise hat jeder Behandler. Die Frage ist, wie man sie zeigt, ohne dass es langweilig wird.

Nicht wie im Fachbuch, sondern so, wie Social Media funktioniert: unterhaltsam, damit Zuschauer bis zum Ende dranbleiben.

01

Formate

Ein fester Rahmen, in den immer neues Wissen passt.

02

Ein Plan

Welches Format wann kommt und wer was filmt.

03

Eine Strategie

Eine Hook, die hält, eine Geschichte, und ein Ziel für jedes Video.

Das Ziel jedes Videos

Am Ende denkt der Zuschauer:

  1. „Dem folge ich mal.“

  2. „Da ruf ich mal an, ich hatte sowieso eine Frage.“

  3. „Wenn ich schon zum Kieferorthopäden muss, dann zu dem.“

Zum Beispiel

Meine liebsten Formate.

Beispiele, keine Pflichtliste. Welche zu Ihnen passen, zeigt sich beim Ausprobieren.

1

Patientenfragen wie ein Kommentar

Jemand hinter der Kamera stellt die Fragen, die Patienten am häufigsten stellen. Der Behandler antwortet, als würde er einen Kommentar vorlesen.

2

Wichtig oder unwichtig

Was ist wirklich wichtig, was eher unwichtig? Der Behandler sortiert ein, Ding für Ding.

3

Mythos oder kein Mythos

Ein Satz, den Patienten oft hören. Stimmt das, oder ist es ein Mythos?

4

Die Skala von 1 bis 10

Zehn Dinge, eine Skala von 1 bis 10. Der Behandler ordnet sie nach Wichtigkeit ein.

5

Das Reaktionsvideo

Es beginnt mit einem Video, das viele Menschen schon interessiert und viele Aufrufe hat. Der Experte geht darauf ein und ordnet ein.

Formate testen

10

Videos pro Format

Ein Format, zehn Videos. Dann entscheiden.

Probieren Sie nicht zehn Formate auf einmal aus. Selbst fünf sind für den Start zu viel.

Nehmen Sie sich ein Format vor und machen Sie davon zehn Videos. Dann wissen Sie, ob es funktioniert und ob es Ihnen liegt.

Wenn nicht, lassen Sie es und nehmen das nächste.

Der Trick am Drehtag

Die Kamera läuft einfach weiter.

Pro Format 30 bis 40 Minuten aufnehmen. Daraus werden rund zehn Videos. So ist das Material für ein ganzes Format an einem Vormittag gedreht.

Sie: reden wie im Beratungsgespräch. / Ich: zehn Videos daraus schneiden.

So läuft ein Drehtag

04 · Was posten

Was sollte eine Zahnarztpraxis auf Instagram posten?

Alles, was eine Praxis posten kann, gehört zu einer von fünf Säulen. Ein Profil, das neue Patienten bringt, wechselt zwischen allen fünf. Wer nur eine davon bespielt, wird einseitig.

01

Vertrauen

Gesichter

Gesichter schlagen Räume, immer.

Aufwand: Ein Clip von zehn Sekunden, zwischen zwei Patienten

Warum diese Säule?

Patienten entscheiden sich für einen Menschen, nicht für eine Praxis.

Der Behandler, das Team, die ZFA am Empfang: Wer Sie vor dem ersten Termin schon gesehen hat, kommt mit weniger Angst und mehr Vertrauen.

Die häufigste Bremse ist nicht die Zeit, sondern das Unbehagen vor der Kamera. Das darf man offen ansprechen.

Do's

  • Team und Behandler mit Namen zeigen
  • Kurze, echte Momente aus dem Alltag
  • Der Behandler ab und zu selbst vor der Kamera

Don'ts

  • Leere Behandlungszimmer
  • Stockfotos von fremden Menschen
  • Nur das Logo

Ideen zum Nachmachen

  • „Wer dich beim ersten Termin begrüßt“
  • „Mitarbeitervorstellung, gern mit Humor“
  • „Stimmen raten: Der Arzt erkennt die Stimme seiner Mitarbeiterin“

Was in Ihrer Praxis wirklich funktioniert.

Zwei Zielgruppen in einer Praxis: Eltern, die für ihr Kind entscheiden, und Jugendliche oder Erwachsene, die für sich entscheiden. Beide brauchen andere Beiträge.

Eltern fragen sich

Ist mein Kind hier in guten Händen?

Eltern entscheiden über die erste Spange. Sie wollen das Team sehen, den Ablauf verstehen und wissen, dass ihr Kind gern wiederkommt.

Jugendliche und Erwachsene fragen sich

Sieht man mir das an?

Bei Alignern entscheiden Patienten oft selbst mit. Sie wollen sehen, wie unauffällig das ist und dass es in ihren Alltag passt.

  • 01

    Die erste Spange

    Der Tag, an dem sie eingesetzt wird, als kurzes Video. Eltern wissen danach, was auf ihr Kind zukommt.

  • 02

    Motive auf der Spange

    Kinder suchen sich ihr Motiv aus und zeigen es in der Schule herum. Das ist Content und Mundpropaganda zugleich.

  • 03

    Die Schatztruhe

    Der Moment nach dem Termin, in dem das Kind sich etwas aussucht. Eine Story, die Eltern gern teilen.

  • 04

    Aligner für Erwachsene

    Was man sieht, was nicht, und was beim Essen passiert. Die drei Fragen, die jeder Erwachsene stellt.

  • 05

    Das Team

    Wer macht was in der Praxis? Kurze Vorstellungen, die Patienten Namen und Gesichter geben.

  • 06

    Fragen aus der Sprechstunde

    Jede Frage, die dreimal am Telefon kommt, ist ein Beitrag. Beantwortet vom Behandler, in Alltagssprache.

05 · Reichweite

Wie entsteht Reichweite, und wie oft sollte man posten?

Was die Kurve über Ihr Video sagt

Klicken Sie sich durch die Beispiele. So lesen Sie Ihre eigenen Reels.

ZuschauerZeit im Video

Schematisch: So sieht die Kurve in den Instagram-Statistiken eines Reels aus.

Die Diagnose

Ihr Video hat eine schwache Hook.

Viele springen sofort ab. Oft fehlt eine Hook im Bild, oder der Einstieg ist eine Begrüßung statt des Problems.

3 bis 4

gute Beiträge pro Woche,
dazu Stories.
Das ist das Ziel.

Wie entsteht Reichweite auf Instagram?

Kurze Antwort

Reels holen neue Menschen. Karussells binden sie.

Warum ist das so?

Reels werden vor allem Menschen gezeigt, die Ihnen noch nicht folgen. Karussells wirken bei denen, die schon da sind.

Teilen und Kommentieren zählen mehr als Speichern. Und die ersten Sekunden entscheiden, ob jemand bleibt.

Was heißt das für Sie?

  • Viele springen sofort ab: Die Hook ist zu schwach, oft fehlt eine Hook im Bild
  • Die Kurve fällt in der Mitte: Dort sitzt ein schwacher Moment
  • Die Kurve fällt am Ende: Der Aufruf zum Schluss ist zu schwach
  • Views sind schön, aber kein Beweis für neue Patienten
Ausführlich: Das Reel lief gut. Warum ruft trotzdem keiner an?

Wie oft sollte eine Praxis posten?

Kurze Antwort

Einmal pro Woche ist zu wenig. Täglich um jeden Preis ist zu viel.

Warum ist das so?

Eine Familie muss eine Praxis mehrfach gesehen haben, bevor sie an einen Termin denkt. Bei einem Beitrag pro Woche dauert das ein halbes Jahr.

Das Ziel sind drei bis vier gute Beiträge pro Woche, dazu Stories.

Was heißt das für Sie?

  • Regelmäßig schlägt perfekt
  • Ton und Licht zählen mehr als die Kamera, ein Handy reicht
  • Nicht zu früh aufgeben: Wachstum braucht Zeit

Wie wichtig ist das Profil selbst?

Kurze Antwort

Ein schönes Profil ist Pflicht, aber nicht der Hebel.

Warum ist das so?

Profil, Bio und Highlights müssen stimmen, damit jemand bleibt. Neue Menschen holen sie aber nicht.

Wer nur am Profil schraubt und nichts postet, hat ein hübsches Schaufenster in einer Straße, durch die keiner geht.

Was heißt das für Sie?

  • In zwei Sekunden klar: für wen, worauf spezialisiert, wo
  • Im Namensfeld Suchbegriffe und Ort, zum Beispiel Kieferorthopädie Köln
  • Highlights mit Mehrwert, die neue Besucher wirklich durchschauen
  • Hell, klar, wiedererkennbar
Ausführlich: Lohnt sich Instagram für Zahnärzte?

Wie wird eine Praxis lokal gefunden?

Kurze Antwort

Ein virales Video ohne lokale Relevanz bringt kaum Patienten.

Warum ist das so?

Eine Praxis in München gewinnt nichts, wenn Menschen aus Hamburg ihr Profil sehen.

Deshalb zählen lokale Wörter und Suchbegriffe im Text mehr als Hashtags.

Was heißt das für Sie?

  • Hashtags sind fast egal geworden, höchstens einzelne
  • Suchbegriffe und den Ort in Caption und Text
  • Lokale Themen und Bezüge einbauen
  • Captions mit einer kleinen Spannung, damit weitergelesen wird

06 · Mitarbeiter

ZFA finden über Social Media.

Gute ZFA sind nicht arbeitslos. Sie wechseln, wenn sie eine Praxis sehen, die ihnen gefällt. Diese Praxis sehen sie auf Instagram und TikTok, nicht in einer Anzeige.

Die Stellenanzeige

  • Steht neben hundert anderen, die gleich klingen
  • Zeigt nichts von der Praxis, nur Anforderungen
  • Erreicht nur, wer gerade aktiv sucht

Das Video aus dem Team

  • Zeigt das Team, die Räume, den Ton in der Praxis
  • Erreicht auch die, die noch gar nicht suchen
  • Bewerber kennen Sie, bevor sie das erste Mal anrufen

Sechs Videos, die Bewerbungen auslösen.

  • 01

    Ein Tag mit uns

    Vom ersten Patienten bis Feierabend, in zwanzig Sekunden geschnitten.

  • 02

    Warum ich hier arbeite

    Eine Person aus dem Team, eine ehrliche Antwort, kein Skript.

  • 03

    Das ist neu bei uns

    Geräte, Räume, Abläufe. Zeigt, dass sich die Praxis bewegt.

  • 04

    Azubi-Woche

    Was eine Auszubildende in ihrer ersten Woche lernt. Für Schüler, die den Beruf noch nicht kennen.

  • 05

    Fragen von Bewerbern

    Arbeitszeiten, Fortbildung, Team-Events. Beantwortet, bevor jemand fragen muss.

  • 06

    Wir suchen dich

    Die Stelle, einmal im Monat als Beitrag, mit Gesicht und Namen des Ansprechpartners.

07 · Was erlaubt ist

Was darf eine Praxis auf Social Media zeigen?

Darf ich Patienten zeigen?

Ja, mit Einwilligung.

Patienten kommen nur mit schriftlicher Einwilligung ins Bild. Die meisten Beiträge brauchen aber gar keine Patienten: Team, Abläufe, Spangen, Motive und Antworten auf Fragen reichen.

Darf ich Kinder zeigen?

Ja, mit Einwilligung der Eltern.

Nur mit schriftlicher Einwilligung der Eltern, die Website und Social Media ausdrücklich nennt.

Darf ich mein Team zeigen?

Ja, mit Einwilligung.

Mit schriftlicher Einwilligung, die Website und Social Media ausdrücklich nennt. Dazu gehört eine Regelung für den Fall, dass jemand die Praxis verlässt. Die Vorlage bringe ich mit.

Darf ich Vorher-Nachher-Bilder posten?

Bei Ästhetik nein.

Keine Heilversprechen, keine irreführenden Aussagen. Vorher-Nachher-Bilder bei rein ästhetischen Behandlungen wie Bleaching oder Veneers lasse ich weg, weil die Grenze dort rechtlich nicht geklärt ist. Darauf achte ich bei jedem Beitrag.

Ausführlich: Darf ich Vorher-Nachher-Bilder und Patientenfotos zeigen?

Darf ich KI-Bilder nutzen?

Nur gekennzeichnet.

Seit August 2026 müssen KI-Bilder, die echt wirken, gekennzeichnet werden. Erfundene Patienten oder KI-Vorher-Nachher-Bilder sind irreführend, auch mit Kennzeichnung. Ich arbeite deshalb nur mit echten Fotos und Videos aus Ihrer Praxis.

Das ist eine Einordnung aus meiner Arbeit, keine Rechtsberatung.

08 · Zum Patienten

Wie wird aus einem Follower ein Patient?

Wie bekommt eine Praxis mehr Google-Bewertungen?

Kurze Antwort

Der eigentliche Hebel ist das Dankeschön, nicht der QR-Code.

Warum ist das so?

Die Bitte um eine Bewertung kommt am besten am Ende der Behandlung, nicht direkt nach dem Stuhl.

Wer mit einem kleinen Geschenk nach Hause geht, möchte etwas zurückgeben. Das nennt man Reziprozität.

Was heißt das für Sie?

  • Ein Giveaway als Dankeschön, egal ob jemand bewertet
  • Dazu eine QR-Code-Karte, über die man in einer Minute bewertet
  • Bei Kindern: Schatztruhe und Motive für Mundpropaganda
Schatztruhe in einer PraxisGiveaways mit Praxislogo

Kinder gehen zufrieden raus, zeigen ihre Spange in der Schule, und Eltern erzählen es weiter.

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Sie wollen das nicht selbst machen? Dann sprechen wir darüber, was ich übernehme.

30 Minuten, kostenlos und unverbindlich.Mit mir, Matteo.

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Was Sie im Guide erwartet:

  • Fünf Stationen: vom Profil, das schläft, zum Profil, das arbeitet
  • Sechs Sätze, die ich jeder Praxis sage
  • Sieben Fehler, jeder mit der Korrektur
  • Fünf Formate, die in Praxen laufen
  • Die ersten drei Sekunden: worauf es bei der Hook ankommt

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Häufige Fragen zu Social Media in der Praxis

Fünf Dinge im Wechsel: Gesichter aus dem Team, Antworten auf Patientenfragen, Einblicke in Ihre Abläufe, Ergebnisse und das Gefühl dahinter und für Bewerber Videos aus dem Team. Reels holen neue Menschen auf das Profil, Karussells und Stories binden sie.

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